Schmieröle sind flüssige Schmierstoffe, die primär der Reibungs- und Verschleißminderung an Lager- und Kontaktstellen dienen. Zu den sekundären Aufgaben zählen der Schutz vor Korrosion, der Transport von Wärme und die Entfernung von störenden Partikeln von der Reibstelle. Schmieröle erfüllen ihre Funktion in Maschinenelementen, bei der Metallbearbeitung und als Druckmedien. Sie sind wassermischbar oder nicht, ihre Basis ist mineralisch oder synthetisch.
Fettsäuren, Alkali- und Metallseifen
Fettsäuren haben durch ihren polaren Charakter ein ausgezeichnetes Haftvermögen an metallischen Oberflächen und bilden bei geeigneten Druck-, Temperatur- und Konzentrationsverhältnissen Metallseifenschichten mit dem Grundmaterial. Diese tragen die Schmierung im Grenzbereich, also da wo das Grundöl allein nicht mehr und die Hochdruckadditive noch nicht wirksam sind. Alkaliseifen haben ebenfalls hohe Affinität zu Metallen und wirken durch ihre Oberflächendeckung und natürliche Alkalität korrosionsschützend und schmierungsunterstützend. Metallseifen auf Aluminiumbasis haben Einfluss auf die Struktur des Grundöls.
LIGACID OW
LIGACID OB
Oberflächenaktive Ölsäuren. Zusätze von 0,3-1% erhöhen die Schmierwirkung von mineralölbasischen Formulierungen.
LIGALUB FSO
12-Hydroxy-Stearinsäure für ausgezeichnete Schmierungsunterstützung in mineralölbasischen Formulierungen.
LIGA KALIUMOLEAT 90
Alkaliseife auf Ölsäurebasis. Mengen von 0,5-2% verbessern den Korrosionsschutz und die Schmierfähigkeit von Mineralölformulierungen. Anionischer Emulgator in Kühlschmierstoffen.
LIGA ALUMINIUMSTEARAT TR
LIGA ALUMINIUMSTEARAT DT
Aluminiumseifen in geringen Zusatzmengen, heiß im Grundöl dispergiert, verändern die Viskosität und das Scherverhalten, verbessern die Haftfähigkeit von Schmierstoffen auf mineralischer oder synthetischer Basis. Sie stabilisieren die Dispergierung von Pigmenten, z.B. in Graphit/MoS2- Schmierstoffen.
Synthetische Ester als Additive in Mineralölformulierungen
Synthetische Ester sind aufgrund ihrer polaren Eigenschaften wichtige Fettungsmittel in mineralölbasischen Schmierstoffformulierungen. Sie haben eine höhere Benetzungswirkung als Mineralöle, ziehen auf die metallischen Oberflächen auf und sorgen dort für Erleichterung der Gleitreibung und Erhöhung des Korrosionsschutzes. Ester mit freien OH-Gruppen unterstützen in wassermischbaren Formulierungen das Emulgatorsystem.
LIGALUB 10 GE
LIGALUB 12 GE
Glycerin-Monooleat und Glycerin-Dioleat. Zusätze von 1-2% erhöhen die Affinität zur Metalloberfläche und führen zu besserer Schmierleistung und besserem Korrosionsschutz. In wassermischbaren Ölen nutzt man zudem ihre emulgierenden Eigenschaften.
LIGALUB 18 TMP
Trimethylolpropan-Trioleat. Zur Schmierungsverbesserung in wassermischbaren und nicht wassermischbaren Metallbearbeitungsölen, insbesondere für NE-Metalle (Aluminium).
LIGALUB 45 ITD
Isotridecyl-Stearat. Fettungsmittel mit guter Oxidationsstabilität für breite Anwendung im nicht wassergemischten Bereich.
LIGALUB 51 PE
Pentaerythrit-Monooleat. Reibwertverminderer in nichtwassermischbaren Formulierungen.
LIGALUB PEG 400 MO
Polyethylenglykol-Monooleat. Fettungsmittel und Emulgator mit mäßiger Schaumneigung in wassermischbaren Schmierstoffen.
Synthetische Ester als Basisflüssigkeiten für biologisch schnell abbaubare Schmierstoffe
Die Produkte dieser Reihe basieren auf natürlichen Rohstoffen tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Sie sind frei von Lösungsmitteln und Mineralölen und unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit in vielen Anwendungsfällen die Mittel der Wahl, wenn es um den Ersatz von Mineralöl geht, z.B. für Hydrauliköle, Getriebeöle, Motorenöle, Korrosionsschutzmittel und Kühlschmierstoffe, oder im Bereich der Verlustschmierung (z.B. 2T-Öle). Synthetische Esteröle sind Mineralölen in den Eigenschaften Schmierfähigkeit, Viskositäts/Temperaturverhalten, Tieftemperaturverhalten, Flüchtigkeit und biologische Abbaubarkeit deutlich überlegen. So kann aufgrund der hervorragenden Schmierleistung bei der Formulierung von wassermischbaren Schneidölen in vielen Anwendungsfällen auf Chlor-, Schwefel- und Phosphor- Additivierung verzichtet werden. Den ebenfalls als Basisflüssigkeiten dienenden Pflanzenöl-Raffinaten z.B. aus Raps, Soja, Sonnenblume sind sie im Hinblick auf Oxidations- und Hydrolysestabilität sowie Qualitätskonstanz vorzuziehen.
LIGALUB 18 TMP
Trimethylolpropan-Trioleat. Ungesättigter Ester von guter hydrolytischer Stabilität. Erhältlich in 46er und 68er Viskosität, als 46er auch auf rein pflanzlicher Basis.
LIGALUB 51 PE
Pentaerythrit-Monooleat. Ungesättigter Partialester mit hoher Oberflächenaffinität und guter Hydrolysebeständigkeit. V40: ca. 110 mm2/s. LIGALUB 52 PE Pentaerythrit-Tetraoleat. Ungesättigter Ester von guter hydrolytischer Stabilität. V40: 40-50 mm2/s.



