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Aktuelle Informationen

Warum „One-size-fits-all" bei Hydrophobierungsmitteln nicht funktioniert

Hydrophobierungsmittel zählen zu den eher unscheinbaren, aber unverzichtbaren Additiven in nahezu jedem modernen Bausystem. Ob Sanierputz, Klebemörtel, Armierungsmörtel oder Abdichtung: Ohne eine wirksame und dauerhafte Hydrophobierung wäre ein langfristiger Schutz vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen kaum denkbar. Die verschiedenen Einsatzbereiche stellen jedoch sehr unterschiedliche Anforderungen an das eingesetzte Hydrophobierungsmittel.

Unterschiedliche Anforderungen je nach Anwendung

Sanierputze benötigen ein Hydrophobierungsmittel, das eine hohe Diffusionsoffenheit ermöglicht, damit trotz der wasserabweisenden Wirkung Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entweichen kann. Eine zu starke Hydrophobierung könnte den Trocknungseffekt beeinträchtigen.

Bei Klebemörteln kommt es vor allem auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wasserabweisung und Haftzugfestigkeit an. Eine zu starke Hydrophobierung kann die Verbundfestigkeit zum Untergrund beeinträchtigen.

Armierungsmörtel für Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) müssen mit der eingebetteten Gewebearmierung harmonieren und gleichzeitig mechanische Stabilität sowie Rissüberbrückung gewährleisten.

Abdichtungssysteme wiederum erfordern eine besonders starke und beständige Wasserabweisung, da sie häufig über lange Zeiträume drückendem oder stauendem Wasser standhalten müssen.

Durch diese grundlegenden Unterschiede ist ein universell einsetzbares Hydrophobierungsmittel nur selten die optimale Lösung. Dank langjähriger Erfahrung lassen sich zwar geeignete Produkte für die jeweilige Anwendung empfehlen, die konkrete Zusammensetzung der Rezeptur hat jedoch entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit.

Daher hat es sich in der Praxis bewährt, verschiedene Hydrophobierungsmittel in der jeweiligen Rezeptur zu prüfen. Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, ist insbesondere eine Freilandbewitterung sinnvoll, da die Prüfkörper dabei realen klimatischen Einflüssen wie Regen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen ausgesetzt werden.

Erweiterung des Produktportfolios

Mit LIGAPHOB N 90, LIGAPHOB CN 5 PLUS, LIGAPHOB CA 6 PLUS und zahlreichen weiteren Produkten unserer LIGAPHOB-Produktlinie verfügen wir bereits heute über ein breites, in der Praxis bewährtes Portfolio.

Dennoch entwickeln wir unsere Produktpalette kontinuierlich weiter, um für unterschiedliche Anwendungsfälle und Formulierungen passende Lösungen anbieten zu können. Zu unseren neuesten Entwicklungsprodukten, die vielversprechende Ergebnisse liefern, zählen:

  • CPD 103: Reaktives Additiv mit breiter C-Kettenverteilung
  • CPD 105: Kombinationsprodukt aus langkettigen Seifen
  • CPD 108: Kombinationsprodukt aus lang- und kurzkettigen Seifen

Bei Interesse an den neuen Entwicklungsprodukten steht unser Produktmanager Dr. Michael Heinz jederzeit gerne für Rückfragen zur Verfügung!